Königsprojekt: Heiligenhäuschen am Korresberg
In exponierter Lage hoch auf dem Erkrather Korresberg, am Schnittpunkt der Erkrather Straße und der Kreuzstraße mit dem sogenannten Römerweg, steht seit Jahrhunderten das Heiligenhäuschen. Seit Generationen ranken sich zahlreiche Erzählungen und Sagen um das kleine Bauwerk, begünstigt durch seine Lage an einer alten Wegekreuzung und die unklare Herkunft des Geländenamens Korresberg.
Der Grund hierfür liegt vor allem in der äußerst spärlichen Quellenlage. Bis heute existiert kein urkundlicher Beleg für den Zeitpunkt der Errichtung der Kapelle. Der einzige gesicherte Hinweis findet sich in einer Inschrift über der Tür. Sie belegt, dass das Heiligenhäuschen im Jahr 1617 auf Kosten des damaligen Mettmanner Amtsrichters Bernhard von Gohr und seiner Ehefrau Christina Cluten renoviert wurde. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Gebäude bereits, wie alt es damals schon war, bleibt jedoch ungewiss. Wahrscheinlich entstand die Kapelle im 15. Jahrhundert. Solche Kapellen an Wegekreuzungen waren im späten Mittelalter weit verbreitet und Ausdruck einer tief verwurzelten Volksfrömmigkeit. Möglicherweise steht der Bau in Zusammenhang mit der 1416 in Erkrath gegründeten „Bruderschaft Unserer Lieben Frau“, eine religiöse Gemeinschaft frommer Frauen und Männer, die über ausreichende finanzielle Mittel verfügte und sich der religiösen Andacht widmete.
Unabhängig von offenen Fragen zur genauen Entstehung ist das Heiligenhäuschen eines der ältesten erhaltenen Gebäude Erkraths. Seit vielen Jahren kümmern sich Mitglieder der Bruderschaft um die Pflege des Gebäudes und seines Umfeldes. In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass größere Renovierungsarbeiten am Heiligenhäuschen notwendig sind.
Unser Königspaar Jürgen und Petra Ziegner gab daraufhin den Anstoß, hier aktiv zu werden. Bereits in der Vorbereitungsphase des Projektes zeigte sich, dass die Probleme deutlich größer waren als zunächst angenommen. Ein beauftragtes Gutachten ergab, dass aufgrund des lockeren Untergrundes und durch Abschwemmungen des Hügels die Standfestigkeit des Heiligenhäuschens gefährdet ist.
Vertreter der Kirche wurden informiert und gemeinsam mit allen Beteiligten, darunter die Stadtverwaltung, die Kreisverwaltung und die zuständigen Denkmalbehörden, wurde die Situation erörtert. In der Folge konnte kurzfristig eine Lösung zur Festigung des Untergrundes auf den Weg gebracht werden. Diese Sicherungsmaßnahmen sollen zeitnah umgesetzt werden. Die hierfür notwendigen Kosten werden von den genannten Institutionen getragen.
Im zweiten Schritt können dann die geplanten Renovierungsarbeiten am und im Heiligenhäuschen beginnen. Neben der Bruderschaft engagieren sich hier auch die Ecroder Jonges. Die hierfür geschätzten Kosten belaufen sich auf eine fünfstellige Summe. Einige Arbeiten müssen aufgrund des Denkmalschutzes von spezialisierten Fachfirmen ausgeführt werden.
Das Königspaar bittet die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung für dieses Vorhaben und dankt herzlich für jede Spende.
IBAN: DE84 3015 0200 0003 4026 33
Verwendungszweck: Heiligenhäuschen

